Theater

 

Das Jüdische Theater

Das jüdische Theater in Rumänien blickt auf eine 130jährige Geschichte zurück. 1876 gründete Avram Goldfaden in der rumänischen Stadt Jassy die erste professionelle jiddische Theatertruppe der Welt. Das heutige Jüdische Staatstheater Bukarest (Direktor des Theaters ist seit 1990 Harry Eliad) führt diese Tradition weiter und sieht seine Aufgabe darin, den Geist der jiddischen Sprache und Kultur lebendig zu bewahren. Die Aufführungen sind durch ihre aparte Mischung von Humor und Trauer, vom Zauber der Klezmermusik und der jüdischen Volkstänze geprägt.

In den letzten 25 Jahren unternahm das Theater eine Reihe viel beachteter Gastspielreisen in die Vereinigten Staaten, nach Kanada, Israel, Russland, Ungarn, Frankreich, Griechenland und nahm an internationalen Veranstaltungen Teil.



Das Musical „Der Roman eines Geschäftsmannes“ ist eine von dem Regisseur Harry Eliad geschaffene Adaptierung des Romans „Menachem Mendel, der Geschäftsmann“ von Scholem Alejchem, dem großen Klassiker der jiddischen Literatur.

Menachem lässt Frau und Kinder in Kasrilifke zurück, um sein Glück als “Geschäftsmann” in der weiten Welt zu finden. Die Aufführung vermittelt ein rührend-ironisches Bild der Welt der Ostjuden am Ende des 19. Jahrhunderts; traditionelle jüdische Lieder und Tänze runden das Bild ab.

Originalmusik und Bearbeitungen der jüdischen Volkskunst: Radu Captari und Nicolae Caragea

Choreografie: Păstorel Ionescu

Bühnenbild: Constantin Ciubotariu

Künstlerische Regie: Harry Eliad



Der, der die Watschen kriegt: Das symbolistische Stück des russischen Autors Leonid Andrejew (1871 - 1919) in der Regie von Kincses Elemér handelt von der dramatischen Lebens- und Liebesgeschichte eines in der Zirkuswelt verborgenen Adligen, der zum Clown unter dem Namen “Der, der Watschen kriegt”, kurz “Der” wird, und der schönen Kunstreiterin Consuella...

Bühnenbild: CLARA LABANCZ

Künstlerische Regie und Musik: KINCSES ELEMÉR

 

 

“Der Roman eines Geschäftsmannes” - 8. Mai 2007, Stadt Theater, um 20.00h

“Der, der die Watschen kriegt” - 10. Mai 2007, Stadt Theater, um 20.00h

 

Das Komödientheater

 

Das Komödientheater in Bukarest ist ein Repertoire-Theater, das 1961 gegründet wurde. Mit einem dem komischen Genre in seiner breiten Vielfalt gewidmeten Repertoire, von der Boulevardkomödie bis zum Theater des Absurden, ist das Komödientheather einzigartig in Rumänien.


In den 60ger Jahren machte das Komödientheater eine Periode der künstlerischen Synchronisierung mit der internationalen Theaterbewegung durch, die in der Verleihung des Preises des Theaters der Nationen für die beste nationale Teilnahme in Paris 1963 mit den Aufführungen “Die Nashörner” von Eugène Ionesco, Regie Lucian Giurchescu, und “Troilus und Cressida” von William Shakespeare, Regie David Esrig, gipfelte. Die Gastspiele in den Jahren 1991- 1992 in mehreren Städten in Großbritannien, Kolumbien, Venezuela und Kanada mit dem Stück “Ein Sommernachtstraum” von William Shakespeare in der Regie von Alexandru Darie brachten das Komödientheater zurück auf die internationalen Bühnen.

Die Qualität des jetzigen Schauspielerensembles, der Wert der Gastschauspieler, die Qualität der Aufführungen in den letzten Spielzeiten, die Gründung des Festivals der Rumänischen Komödie und des Wettbewerbs für Rumänische Komödie sind einige Elemente, die dem Komödientheater einen hohen Stellenwert beim Publikum und in der Fachpresse Rumäniens einräumen.

Der Revisor von N. V. Gogol, ein Meisterwerk der Dramatik, erzählt jeder Generation von Macht und deren Illusion, von Korruption und Bürokratie.

In einer geografischen und imaginären Provinz wird ein Reisender aus der “Hauptstadt” zusammen mit seinem Diener für einen auf Inspektion erschienenen Revisor gehalten, ein Irrtum, der einen ganzen Mechanismus der Schmeichelei und Korruption in Gang setzt. Als am Ende die Wahrheit zum Vorschein kommt, ändert sich natürlich die Lage und die realen Charaktere werden offenbar.

Die Gestalt des Bürgermeisters gewährt dem Schauspieler George Mihăiţă eine Rolle von großer dramatischer Kraft, in der das Groteske bis zur Metapher vergrößert wird. Ausgehend von dem unschätzbaren Wert des Textes bietet die Inszenierung von Horaţiu Mălăele (einem der bedeutendsten Künstler der rumänischen Bühne) dem ganzen Ensemble Ausnahmerollen.

16. Mai 2007, Stadt Theater, um 20.15h

 

Das Nottara Theater

 

Das NOTTARA Theater hat sich als Repertoiretheater mit einer unverkennbaren Persönlichkeit in der rumänischen Kunstlandschaft ausgezeichnet. Es hat dem großen internationalen Repertoire aber auch der klassischen rumänischen Dramaturgie besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Es gab an diesem Theater auch absolute Premieren, die Werke der bedeutendsten rumänischen Autoren wurden gespielt und zahlreiche zeitgenössische Dramatiker wurden hier erstaufgeführt.

Heute ist das von dem bekannten Theater- und Filmschauspieler Mircea DIACONU geleitete NOTTARA Theater eine öffentliche Kultureinrichtung, die dem Gemeinderat der Stadt Bukarest untersteht und als ein Theaterunternehmen mit 42 fest angestellten Schauspielern betrieben wird.

„RHYTHMEN” - die Inszenierung der rumänischen Traditionen
Die Vorstellung beginnt mit einer Auswahl von Texten, die von den Wissenschaftlern des Instituts für Volkskunde getroffen wurde, und hat als Thematik die wichtigsten Momente im Lebensyzklus: Geburt, Heirat, Tod, wie diese in den rumänischen Traditionen widerspiegelt sind.

Vom Aufbau her beruht die Montage auf Ritualen, Techniken des Volkstheaters, authentischen musikalischen Texten zu diesen Ereignissen, und ist eine visuell ausgerichtete Aufführung, die allen europäischen Zuschauern zugänglich ist.

Eigentlich ist dieses Herangehen an das spezifisch Rumänische und dessen Ausdruck in einer universellen Sprache die ideale Lösung für die Rezeption des rumänischen Theaters im Ausland und für die Überwindung jedweder Sprachbarierre.

Die Aufführung kann sowohl auf einer gewöhnlichen Bühne erfolgen als auch in unkonventionellen Räumen.

Die wichtigsten Mitarbeiter sind: Iosif Herţea (Musik), Miriam Răducanu (Choreographie). Die Besetzung: Crenguţa Hariton, Gabriela Crişu, Ioana Calotă, Raluca Gheorghiu, Cristian Nicolaie, Bogdan Vodă, Lucian Ghimişi, Ion Grosu.

 

 

11. Mai 2007, Stadt Theater, um 20.15h

 

 

 

 

Das Act Theater

 

Das ACT Theater ist das erste selbstständige Projekttheater in Rumänien und hat seinen Sitz in der Calea Victoriei 126 seit dem 24. September 1998. Die Materialisierung dieses einzigartigen Projektes in der rumänischen Theaterlandschaft ist das Ergebnis der persönlichen und beruflichen Bemühungen des Schauspielers Marcel Iureş, dem es gelungen ist, Persönlichkeiten aus der Welt der Kunst wie Tom Cruise, Sir Ian McKellen, Richard Eyre, Tom Stoppard, Dame Diana Rigg, Dame Judi Dench, Alan Bates, Alan Rickman, Ian Holm und Liviu Ciulei in die Gründung des Theaterkellers einzubeziehen; ohne deren Engagement oder deren finanzielle Beteiligung wäre das Projekt vielleicht nicht zu Stande gekommen. Die ganze Bewegung der Selbstständigen im Bereich des rumänischen Theaters beruft sich auf den Geist, die Haltung und die Leistungen des ACT Theaters.

“Der Theatermacher” von Thomas Bernhard

 

“Der Theatermacher” ist, in Alexandru Dabijas Inszenierung, eine bitter-lustige Betrachtung der Zeiten, die wir erleben. Marcel Iureş, der den Bruscon spielt, zeichnet sowohl ein Bildnis als auch ein Selbstbildnis. In diesem Sinne behauptet der Regisseur: “Ich glaube nicht, dass es einen günstigeren Zeitpunkt in der rumänischen Kunst gibt, um über den Schauspieler zu sprechen, und ich glaube, es gibt keinen besseren Schauspieler, um über das NICHTS zu sprechen, als der arrivierteste rumänische Schauspieler des Tages”.

 

Besetzung: Marcel Iureş, Valeria Seciu, Constantin Drăgănescu, Afrodita Androne, Vitalie Bantaş. Regie: Alexandru Dabija Bühnenbild: Irina Solomon Übersetzung: Alexandra Zoicaş

Dauer: 2 Stunden und 10 Minuten

Uraufführung: 29. Juni 2001

 

 

5. Mai 2007, Stadt Theater, um 20.00h

 

 

MONDAY Theatre @ Green Hours ( MONTAGstheater in Green Hours )

 

2007 wurde das Green Hours 22 Jazz-Café 13 Jahre alt. In dieser Zeit ist es als eines der “ältesten” Jazzclubs und als eines der angesehensten selbstständigen Theater in Rumänien bekannt geworden. Jede Woche beherbergt der Club Jazzabende, Abende elektronischer und alternativer Musik, sowie Theatervorstellungen, die meisten von ihnen im Off-Off Broadway Stil.

 

Das MONTAGstheater wurde im Dezember 1997 als das erste Café-Theater in Rumänien gegründet. Es zeichnet sich von allen anderen rumänischen Theatern dadurch aus, dass es den Kulturverbrauchern einen Nonstop-Spielplan anbietet und sich systematisch auf die Förderung junger Regisseure, Schauspieler und Dramatiker in Rumänien konzentriert. Die meisten Stücke sind eigene Produktionen des MONTAGstheaters (über 42 in fast 10 Jahren). 2005 zeichnete der Nationale Theaterverband in Rumänien (UNITER) das Theater mit dem Exzellenzpreis, dem Äquivalent der TONY Preise in den USA, aus.

MONDAY Theatre @ Green Hours gewann den Fringe-Project-Preis am ESB Dublin Fringe Festival 2004 mit zwei Stücken “You can't feel it here” und “Bones for Otto” - beide geschrieben von Lia Bugnar. “ The Sunshine Play“ des sehr jungen rumänischen Dramatikers Stefan Peca wurde als Uraufführung im Rahmen des darauf folgenden Dublin Fringe Festivals (2005) inszeniert und erhielt den Preis für Best Play - Relationship Drama des Fringe Report, London (Februar 2006).

The Sunshine Play von Stefan Peca; Regie Ana Mărgineanu; mit: Daniel Popa, Isabela Neamţu, Cosmin Seleşi; Bühnenbild: Ina Isbăşescu. Dauer: 1 Stunde und 15 Min An einem heißen Sommerabend, auf einem Dach in Bukarest, schöpft DAN, ein Rumäne, der gerade aus Kolumbien zurückgekehrt ist, nach einer gescheiterten Ehe und einer Verhaftung wieder Hoffnung und entscheidet sich, in einen Neuanfang in seinem Land zu wagen. Dies sollte mit der unerwarteten Hilfe eines merkwürdigen Paares von ex-künftigen Verlobten, der unentschiedenen IZA, einer Rumänin, und des impulsiven TRIFOR, einem Bulgaren, geschehen. Mit ihnen zusammen plant er einen Ausflug ans Meer, in seine Geburtsstadt, wo er seine Mutter nach vielen Jahren Trennung wiedersieht.

Konfrontiert mit dem Scheitern, mit einer nebligen Zukunft, mit Ängsten und Hoffnungen, trifft er in der kühlen Morgendämmerung eine bitter-süße, dumme und überraschende Entscheidung. Das Stück erzählt von der Heimkehr der jungen Generation im post-kommunistischen Rumänien, die jetzt bereit ist, in ihrem Heimatland wieder ein normales Leben ohne Furcht vor Marginalisierung zu führen.


You can’t feel it here von Lia Bugnar; Regie: Alexandru Dabija; mit: Dorina Chiriac & Daniel Popa; Bühnenbild: Dragoş Buhagiar. Dauer: 50 Min

Ein Stück über einen jungen Mann und eine junge Frau, denen nichts gefällt. Es ist kein Druckfehler, das ist eben das Thema des Stückes. Alle scheinen zufrieden zu sein, nur ihnen „stinkt” alles.

Sie kennen einander nicht, aber der „Gestank” ist das, was sie beide motiviert, einen Schutzort irgendwo über allen zu finden, wo die Luft noch eingeatmet werden kann. Was können zwei Menschen, Mann und Frau, tun, die einige Zeit nebeneinander liegend verbringen müssen? Sie erzählen sich Sachen, die sie nicht einmal dem besten Freund erzählen würden. Ihr Dialog, obwohl traurig, hat den Humor der Dinge, die so banal sind, dass keiner erwarten würde, sie zu lesen oder in einem Theaterstück zu sehen. Ein Mann und eine Frau, gezwungen, zusammen an einem Ort zu bleiben, wo die Luft noch eingeatmet werden kann. Und weil die frische Luft dem Herzen und den Gefühlen gut tut, scheint es, dass die Liebe nicht fern ist...

“The Sunshine Play” - 4., 5., Mai 2007, Pygmalion, um 20.15h
14.-16. Mai 2007, Pygmalion, um 19.00h

“You Can’t Feel it Here” - 13., 15. Mai 2007, Pygmalion, um 19.00h

 

 

 

Bulandra Theater

 

Das Bulandra Theater wurde 1947 gegründet und ist ein vom Magistrat gefördertes öffentliches Theater, das seinen Namen der bekannten rumänischen Schauspielerin Lucia Sturdza Bulandra verdankt.

Nach deren Tod übernahm Liviu Ciulei, Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner und Architekt, die Leitung des Theaters und prägte diesem einen unverwechselbaren Stil und eine besondere Vision auf. Er entdeckte große Schauspieler wie Toma Caragiu, Octavian Cotescu, Clody Berthola, Gina Patrichi, Ileana Predescu.

Trotz der kommunistischen Zensur schaffte es das Bulandra Theater, seine künstlerische Qualität unverändert zu erhalten. Wichtige Namen gestalteten repräsentative Inszenierungen am Bulandra Theater: David Esrig, Radu Penciulescu, Andrei Şerban, Vlad Mugur, Valeriu Moisescu, Silviu Purcărete, Alexandru Tocilescu.

Elizaveta BAM

“Bulandra per musica” eine originelle Inszenierung, die eine neue Vision des Theaters gestalten möchte, in der sich die Oper mit dem dramatischen Text vermischt, wurde von dem Bulandra Theater 2006 mit der komischen Oper „Elisaveta Bam“ von Irinel Anghel, nach einem Text von Daniel Harms, in der Regie von Alexandru Tocilescu eingeführt.

Daniel Harms, ein avantgardistischer russischer Autor und eine bemerkenswerte Figur der 20ger – 30ger Jahre im stalinistischen Russland, ist der Schöpfer eines aufwühlenden Textes.


In einer gewalttätigen Welt, in der jeder das Opfer sein kann, und umso mehr ein von dem Regime erfundenes Opfer, das mit dem Leben für ein Verbrechen bezahlt, das nicht stattgefunden hat, herrscht eine abgrundtiefe Angst, die in einem Vaterland ohne Anhaltspunkte fast zum Nationalgefühl werden kann.

Ein außerordentliches surrealistisches Experiment, mit unterschiedlichen ergreifenden oder beängstigenden Rhythmen, in dem die Schauspieler singen und spielen, mit Lebensphilosophien, die stakkatoartig, in Kleinportionen, serviert werden, mit Instrumenten und Chor live auf der Bühne!

5.-6. Mai 2007, MQ, Halle E, um 19.30h

 

 

Das Masca Theater, am 24. Mai 1990 gegründet, ist das einzige Gestik-, Pantomime und Körpertheater in Rumänien. Es hat ein junges Ensemble von Berufsschauspielern unter der Leitung des Schauspielers und Regisseurs MIHAI MĂLAIMARE

 

Seit 1990 hat sich das Masca Theater in zwei Richtungen hin entwickelt.

Masca Theater

 

“Die Statuen”

 

 

Die erste ist die des Straßentheaters, in dem die Palette von Aufführungen von Clowns, Commedia dell’ arte, mittelalterlichem Theater bis zu Großmarionetten und lebenden Statuen reicht. Die zweite ist die der Innenaufführungen mit aufwändigem Drehbuch, das auf dem Werk großer Autoren (N.V. Gogol, G.G. Marquez, E. Briusov, J.L. Borges) fußt, und die dem Stil nach eher dem Tanztheater ähneln, das ohne Worte oder mit einem minimalen Dialog auskommt.

 


Eine neuartige Zeitreise, eine spektakuläre Show lebender Statuen, die von dem Regisseur in dem Versuch „wiederbelebt” werden, die Kommunikation jenseits von Sprache oder Zeit zwischen zwei Welten möglich zu machen, die fast zwei Jahrtausende auseinander liegen. Die Aufführung des "Masca" Theaters nimmt sich vor, die Atmosphäre der Stadt Pompeji wiederaufzubauen, die von dem Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. zerstört wurde, nachdem ein Erdbeben 63 v. Chr. das Ende der Stadt verursacht zu haben schien.

Gegen einen klassischen oder modernen musikalischen Hintergrund schauen einen die Statuen bewegungslos an; man begreift gar nicht, dass diese eigentlich Menschen sind, bis sie lebendig werden. „Die Statuen” ist nicht nur eine Pantomime-Aufführung mit historischem Thema, sondern auch die Aktualisierung einer scheinbar seit langem untergegangenen Welt, mit der ganzen Ladung von normalen Gesten und Gefühlen, einer Welt, die sich noch als lebendig erweist. Und die Statuen sind Zeugen, Träger einer einzigen römischen Sequenz: ihre Starrheit ist nicht die Starrheit des Todes, sondern die der Vorfahren, die ihre Nachfolger aufmerksam bewachen.

 

 

 

4., 6. Mai 2007, Prater, 12.00-20.00h

5., 25., 26. Mai 2007, Karlsplatz, 12.00-18.00h

 

 

 

DIE KOMISCHE KINDEROPER

 

DIE KOMISCHE KINDEROPER ist eine öffentliche Kultureinrichtung, die vom Gemeinderat der Stadt Bukarest gefördert wird, ein einzigartiges Unternehmen in der rumänischen und internationalen Musiklandschaft.

Sie wurde am 15. Oktober 1998 gegründet und am 16. Januar 2003 institutionalisiert und hat SMARANDA OTEANU-BUNEA als Gründungsdirektorin und Viorica Petrovici als Künstlerische Leiterin. Die Institution arbeitet mit Persönlichkeiten der rumänischen Opernbühne zusammen.

Spielzeit ist in den Monaten OKTOBER - JUNI, montags und dienstags, zwischen 14.00 und 16.00 Uhr, im Kleinen Saal des Nationalen Kinderpalastes (mit Ausnahme von Gastspielzeiten).

Die Komische Kinderoper bietet über 140 Aufführungen im Jahr und gleich viele Workshops. Sie hat über 40.000 Zuschauer pro Jahr und 40 Titel im allgemeinen Repertoire.

Die Oper erhielt zahlreiche Preise, darunter das SONDERDIPLOM - KROATIEN 2004 und den EXZELLENZPREIS - ISRAEL 2006.

 

P Y G M A L I O N (Taschenballet)

 


Musik: Ferdinand Loeve, Choreografie: Mihai Babuska, Bühnenbild: Viorica Petrovici

… Wissen Sie, seit wann man von Pygmalion spricht? Seit ungefähr 2.000 Jahren. ER ist derjenige, der Galatheea in Marmor schnitzte und sich in sie verliebte; er verliebte sich so gewaltig in sie, er vergoss heiße Tränen, bis die Göttin Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Schönheit, davon beeindruckt wurde und seiner Skulptur Leben schenkte.

Eeeeh !... zu den Zeiten gab es noch Wunder! Und Pygmalion, dank der Göttin, hat seinen Traum mit eigenen Augen gesehen: Galatheea wurde seine Geliebte.

Sehen Sie, was die Liebe machen kann ?

Sie kann sogar den kalten Marmor beleben, sie kann eine Blumenhändlerin in eine Lady “My fair Lady” umwandeln, sie kann aus einem einfachen Mädchen eine berühmte Tänzerin machen.

Und wenn man bedenkt, dass alles mit Pygmalions 2.000-jähriger Legende angefangen hat…

Schauspieler: Cătălin Caracaş, Oana Popescu, Vicenţiu Popescu, Bianca Stoicheciu, Florentina Răducu, Oana Bădănoiu, Mircea Ioniţă, Georgiana Stroe, Sorina Tiron, Valentino Tiron, Daniel Filipescu.

12.-14. Mai 2007, Prater, 12.00-20.00h, Karlsplatz, 12.00-18.00h

 

Das Ţăndărică Theater

 

Das Puppen- und Marionettentheater Ţăndărică wurde 1949 gegründet. Im Laufe seiner von bemerkenswerten Persönlichkeiten geschriebenen Geschichte wurde es zu einem Bezugspunkt für das Animationstheater und war federführend für das ganze Land. Auf allen Meridianen bekannt, wurde das Ţăndărică Theater mit zahlreichen und namhaften Preisen (dem Nationalpreis für Puppen und Marionetten, dem Preis für Originalität, dem Preis für kreative Interferenz in der Bühnenkunst, dem Großen Preis der Festivals von Tolosa, Botoşani, Galaţi für seine innovativen Ausdrucksmöglichkeiten) ausgezeichnet.

Das Theater hat seine Repertoire-Strategie vom inhaltlichen Standpunkt (ein Portofolio von nationalen und internationalen Titeln) gefestigt, es unterstützt das künstlerische Debüt junger Leute (durch die Einrichtung des experimentellen Studios „Animart“), und veranstaltet ein internationales Festival der Aufführungen, das sich bereits in der dritten Auflage befindet.

 

 

Die Ziege mit den drei Geißlein

 


Die Aufführung in deutscher Sprache gründet auf einer einfachen Geschichte, die von einem Klassiker der rumänischen Literatur, Ion Creangă, geschrieben wurde, die mit Charme und Humor, in einem parodistischen Ton, „vorgelesen” wird. Allgemein menschliche Werte wie Mutterliebe, Opferbereitschaft, Unschuld, das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, werden kunstvoll illustriert.

Der Rahmen der Geschichte ist das rumänische Dorf, die Gestalten tragen Volkstracht, die Musik hat volkstümliche Einflüsse, das Gute siegt über das Böse.

Regie: Gabriel Apostol; Bühnenbild: Cristina Pepino; Musik: Dan Bălan

Besetzung: Ioana Chelaru Popovici, Liliana Gavrilescu, Mariana Zaharia, Cristian Mitescu, Claudiu Iordan.

4.-6., 11.-15. Mai 2007, Prater, 12.00-20.00h
Karlsplatz, 12.00-18.00h

 

 

 

Das „Ion Creangă” Theater

wurde 1965, auf Initiative Ion Lucians, eines enthusiastischen Befürworters des Kindertheaters, gegründet.

 

Schon seit seinen Anfängen hat das Theater eine intensive Anwesenheit auf den Bühnen der Welt (die Tournee in Japan, mit der Vorstellung „Schwänke mit Masken” 1986 stellt einen nationalen Rekord vom Standpunkt der Anzahl der Aufführungen im Ausland dar: 80 Aufführungen).

Mit Übernahme der Theaterleitung durch Direktor und Regisseur Cornel Todea wird das Programm viefältiger und moderner gestaltet. Außer der Produktion von Aufführungen umfasst die Aktivität des Theaters neue Projekte und Programme mit künstlerischer, didaktischer und sozialer Thematik, die in Partnerschaft mit Einrichtungen im In- und Ausland erfolgen.

Durch Professionalismus, Tradition und Förderung der Kultur und der Zusammenarbeit mit den Kindertheatern auf nationaler und internationaler Ebene (im Rahmen des jährlich veranstalteten Theaterfestes), ist das „Ion Creangă” Theater auf allen Kontinenten bekannt geworden.

 

Meister Pathelins Streich

 

 

Cornel Todea, der für Regie und Anpassung des Textes, einem Meisterwerk der mittelalterlichen französischen Dramatik, deren Autor anonym geblieben ist, zeichnet, bringt eine frische und genüssliche Sittenkomödie über das ewig aktuelle Thema des betrogenen Betrügers humorvoll ans Licht.

Das Interesse und der Wert des Stückes liegen in der Art und Weise, wie das Thema behandelt wird, in der Mischung von Realismus und Erfindungsgeist sowohl auf Ebene des Textaufbaus, als auch auf Ebene der lebendigen, derben, volkstümlichen Sprache. Mit einer minimalen Objekteninventur und einer Gruppe sehr ausdruckskräftiger Schauspieler porträtiert der Regisseur Sitten und Charaktere mit Feinheit und Genauigkeit, ohne die komische Erfindung je aus den Augen zu verlieren. Das Lustige und der Glanz der Vorstellung rühren von der geistreichen Art und Weise her, “unsere, eure, ihre kleinen / großen Sünden zu betrachten, aus der Gabe, das Wort zu lieben und es in die überraschendsten (doch möglichen) Richtungen zum Blühen zu bringen.”

 

 

11.-14., Prater, 12.00-20.00h, 11.-14., 25., 26. Mai 2007, Karlsplatz, 12.00-18.00h

 

 

Das Metropolis Theater

 

 

Das Metropolis Theater, 2006 von dem Magistrat der Stadt Bukarest gegründet, ist das erste Projekttheater in der Geschichte der Stadt. Sein Betrieb erfolgt an einem modernen Sitz, dessen Fassade und Innere an den einzigartigen Stil Hundertwassers erinnern. Durch die Durchführung von Projekten bietet das Metropolis dem Publikum eine große Vielfalt von Aufführungen,

vom Theater und dessen Untergenres der Verschmelzung mit Musik, Tanz und Video-Installationen bis hin zu Rock-, Jazz- und Blueskonzerten, in der Umgebung eines ultra-modernen Theaterraumes aber auch anderer unkonventionellen Räume. Mit den neuesten Formeln im Bereich der Kommunikation mit dem Publikum ist es der Wunsch des Metropolis, Treffpunkt deren zu sein, die “das Andere” als eine lebenswichtige Bedingung kultivieren.

 

Happenings

 

 

Das Theater fördert die auf interkultureller Kommunikation beruhenden multikulturellen Werte.

Die sozial-kulturellen Ideen und Modelle werden mit Hilfe der dramatischen Sprechtechnik vorgestellt. Diese werden damit zu wesentlichen Elementen und sprechen Menschen verschiedener Altersstufen und verschiedener interkultureller Niveaus an.

Die Interaktion zwischen dem Publikum und den Schauspielern gründet auf dem Wunsch des Publikums, bei den von den Schauspielern vorgeschlagenen Aktionen, die von dem Regisseur in einer Atmosphäre besonderer Magie subtil gesteuert werden, mitzumachen. Kultur ist das wichtigste Element der Kommunikation zwischen den Völkern.

Das Metropolis möchte den gemeinsamen europäischen interkulturellen Raum durch Kommunikation, Kunst und Information festigen. Die Happenings sind nach einem gemeinsamen allgemeinen Konzept aufgebaut.

 

 

 

 

4.-6.,11.-17., 25.-26. Mai 2007, KärntnerStr, 12.00-22.00h
4.-6.,11.-17., 25.-26. Mai 2007, Prater&Karlsplatz,
12.00-20.00h

4.-5.,14.-16. Mai 2007, MQ, 16.00-18.00h

 

 


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