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Bukarest, die Geschichte einer StadtBukarest, die Hauptstadt Rumäniens, liegt im Südosten des Landes, da wo sich vor ein paar hundert Jahren der Vlăsia-Wald befand, von dem heute nur einige verstreute Baumgruppen erhalten geblieben sind. Der Dâmbovita-Fluss quert die Hauptstadt und die Seen im Norden der Stadt sorgen für Kühle und Feuchtigkeit an heißen Sommertagen. Die Stadt entwickelte sich allmählich, indem sie die umliegenden Dörfer um die alte historische Stadtmitte sammelte. Die Dâmboviţa war ein Bindeglied für die Stadt, die ihre natürlichen Ausdehnungen suchte und sich meist nach Norden hin, auf das Seengebiet zu, ausbreitete. Die Erinnerung an die alten Dörfer ist im Gedächtnis des Bukaresters auch heute wach. Ihm sind Namen wie Berceni, Floreasca, Colentina oder Pantelimon als Teile der Hauptstadt vertraut. 1659 wurde Bukarest endgültig zur Hauptstadt der Walachei (Ţara Românească). Die Stadt entwickelte sich, es entstanden zahlreiche Kirchen, große befestigte Gasthäuser und die erste mit Holzbalken bedeckte Straße, Podul Mogoşoaiei (Mogoşoaia Brücke) (1692), die später, 1878, in Calea Victoriei umbenannt wurde. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt modernisiert und zur Hauptstadt Rumäniens gewählt, das 1862 durch die Vereinigung der Moldau mit der Walachei entstanden war. Sie war nach Istanbul die zweitgrößte Stadt im Südosten Europas. Das Straßenpflaster, anfangs aus Holz und später aus Granit von Schottland und Sizilien, die Kanalisation und die öffentlichen Parks wurden angelegt und die Straßenbeleuchtung eingeführt. Gegen Ende des Jahrhunderts wurden die zwei Achsen, die die Stadt strukturieren, von Norden nach Süden und von Osten nach Westen gezogen. Darüber hinaus ist die Herrschaft Karls I. (1866-1914) die Zeit der großen Prachtbauten, die repräsentativ für die Stadt des Bucur sind: das Rumänische Athenäum (1888), die Stiftung Karls I. (1891), das Landwirtschaftsministerium (1894), der Palast der Justiz (1890-1895), der Palast der Post (1894-1900), das Palais Sturdza (1899), der Palast der Sparkasse (1900), der Palast der Patriarchie (1907), der Militärkreis (1912), das Hotel Athenée Palace (1914) usw. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurde Bukarest zu einer der schönsten europäischen Hauptstädte; der Glanz des sozialen und kulturellen Lebens, Atmosphäre und Architektur rechtfertigten die damalige Bezeichnung ”Klein-Paris”. Der natürliche und, wir würden sagen, harmonische Werdegang Bukarests wurde mit der Einsetzung des kommunistischen Regimes (1945-1989) brutal unterbrochen. Die Stadt wurde zum Objekt eines verheerenden sozialen und stadtplanerischen Experimentes. Hunderttausende von Menschen wurden mit der erzwungenen Industrialisierung der Hauptstadt nach Bukarest gebracht. Da sie keine Bindung zur Stadt hatten, wurden die neuen Bewohner in Wohnheimen untergebracht, die die Satellitenarbeiterviertel Bukarests bildeten. Während des Ceauşescu-Regimes wurde ein Stadtgebiet abgerissen, dessen Fläche gleich mit der Venedigs war, damit für das sinnlose Projekt des Hauses des Volkes Platz geschaffen werden konnte. Sehr viele Kirchen, unter denen manche von außerordentlichem historischen und architektonischen Wert, wurden Opfer der Planierraupen: die Kirche Sfânta Vineri (Kirche zum Heiligen Freitag), das Văcăreşti-Kloster, die Enei-Kirche usw. Heute ist die Stadt eine Mischung von Altem und Neuem, Traditionellem und Modernem, Östlichem und Westlichem, was ihr einerseits das Aussehen einer eklektischen und unordentlichen Metropole verleiht, sie andererseits auch originell und faszinierend wirken lässt.
Liebe Freunde, Dieses Jahr im Mai zieht Bukarest für drei Wochen nach Wien.
Eigentlich ist Bukarest nie weit von Ihnen gewesen: seit dem 19. Jahrhundert haben die Donauwellen Bukarester Kaufleute zu ihren Wiener Partnern, sowie Getreide für die berühmten Viennoiserien und Jugendliche zu Studien gebracht … Viele rumänischen Vermögen wurden in der entzückenden Stadt der Musik, der Bälle und der Cafés ausgegeben. Wien war immer eine Faszination für uns: eine der schönsten Erinnerungen meiner Kindheit, z.B., ist mit dem Neujahr verbunden, nämlich mit dem Neujahrskonzert in Wien ein Konzert, das ich auch heute mit derselben Gemütsbewegung höre. Heute besuchen wir Sie in einer neuen Stellung: die von Hauptstadt eines neuen Landes, das dem neuen Europa gehört, die von europäischer Metropole, die sich darauf bereitet, eine neue Jugend zu erleben. In erster Linie bringen wir Ihnen eine Vielfalt von kulturellen Ereignissen, die sowohl unsere Tradition, als auch die Dynamik der zeitgenössischen Kunstbühne illustrieren, die sich in ständiger von Paradoxen und Spannungen markierten Neudefinierung befindet. Sie werden die Zeugen der vielfältigsten und fesselndsten Veranstaltungen sein.
“Bukarester Tage in Wien” heißt aber nicht nur Unterhaltung, sondern auch Debatten über Architektur, Stadtplanung, Gesundheitssysteme, Management und Bauwesen, Tourismus und Informationstechnologie im Rahmen der Konferenz “Investitionsgelegenheiten in der Stadt Bukarest”. Bukarest geht zur Zeit durch eine spektakuläre Entwicklung: Es ist eine europäische Hauptstadt, wo man alles machen muss, von der Sanierung der historischen Gebäude bis zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, von der Reinigung und Entwicklung des touristischen Potentials der Unterhaltungsparks bis zu den Informationssystemen für die Planung und Kontrolle der Stadtentwicklung. An der Immobilienmesse “Real Vienna” stellen wir Projekte vor, in denen wir Sie einladen, unsere Partne zu sein. Wir hoffen darauf, dass unsere Anwesenheit dieses Jahr in Wien das Austausch- und Dialognetzwerk, die Kommunikation und die wirtschaftliche und kulturelle Verbrüderung, die unsere Städte Jahre lang verbunden haben, festigen wird.
Und wir hoffen noch darauf, dass Sie sich in Bukarest verlieben werden.
Adriean Videanu Generalbürgermeister der Stadt Bukarest
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