Tanz

Das Nationale Tanzzentrum Bukarest (NTZB)

 

 

Mihai Mihalcea: eine Möglichkeit, die Krise zu behandeln

 

Heute kann man über das Nationale Tanzzentrum Bukarest (NTZB) nicht sprechen, ohne anzumerken, dass es im Jahr seiner Gründung keine andere Einrichtung für den zeitgenössischen Tanz in Rumänien gab, keinen Ort, der regelmäßig Aufführungen, Proben, Tanzunterricht und Workshops hätte beherbergen können. Die von rumänischen Künstlern geschaffenen und dargebotenen Aufführungen fand man eher auf internationalen Bühnen.
 
Das Nationale Tanzzentrum Bukarest wurde im Juli 2004 in Folge einer intensiven Aktion gegründet, die die Aufmerksamkeit der rumänischen Behörden auf sich ziehen wollte, eine Aktion, die bereits seit über 5 Jahren von der selbstständigen Tanzbühne in Bukarest unterstützt wurde.

 

Das Haus des Tanzes wurde in der Nähe des Kilometers 0 der auf dem Universitätsplatz 1989 erkämpften Freiheit gegründet. Auf diese Art und Weise hat der zeitgenössische Tanz seine offizielle Anerkennung erworben.

 

24. Mai 2007, Tanzquartier Wien, um 19.30h

Manuel Pelmuş wurde 1974 in Bukarest geboren. Er hat das Tanzgymnasium “Floria Capsali” in Bukarest und die Hamburg Opera Dance School abgeschlossen. Seine Vorstellungen wurden von Einrichtungen wie dem Centre National de la Dance - Paris, dem Hebbel Theater (Berlin), dem Tanz Quartier (Wien), der Akademie der Künste (Berlin) finanziert und koproduziert. Seine neuesten Werke, “Outcome” und “Punct Fix” wurden im Rahmen von Festivals und Events präsentiert, die von Einrichtungen wie Tanz im August (Berlin), De Singel Arts Center (Antwerp), Judson Church (New York), Centre National de la Danse (Paris), PICA (Portland), Global Dance (Dusseldorf), Tanz Tendenzen (Greifswald) organisiert wurden. 2006 gestaltet er in Zusammenarbeit mit Isabelle Schad und Frederic Gies das Werk „Still Lives“, das in Essen, Halle und Bukarest vorgeführt wurde.

Preview

 

Ein Stück von: Manuel PELMUŞ

Dauer: 40 Minuten

Produktion: BANDLIEN/PELMUŞ

Koproduktion: Centre National de la Danse (Paris), CDU - Center for Drama Art Zagreb, das Nationale Tanzzentrum Bukarest (NTZB), THEOREM – Verein, der durch das Programm Culture 2000 P der EU unterstützt wird.

“Preview” ist das neueste Werk des Choreografen Manuel Pelmuş, das dem Publikum Ende letzten Jahres vorgeführt und mit der Unterstützung bedeutender europäischer Kulturinstitutionen produziert wurde. Nach den Vorführungen im März im NTZB wird das Stück noch in Hamburg, Dubrovnik und Zagreb, im Rahmen des Tanzquartier Festivals Wien und des Tanzfestivals Hermannstadt gezeigt.

 

24. Mai 2007, Tanzquartier Wien, um 20.30h

 

Florin Flueraş hat Psychologie studiert und studiert zurzeit Choreografie im Rahmen der Akademie für Theater- und Filmkunst Bukarest. Er hat an Kursen und Workshops teilgenommen, die von Choreografen wie DD Dorvillier, Claudia Mader, Georg Blaschke, Nita Little, Kathleen Hermesdorf, Alicia Grayson, Kurt Kogel, Brynjar Bandlien, Martin Sonderkamp geleitet wurden. Die bisherigen eigenen Projekte umfassen bisher folgende Titel: “Solo+ 1”, “Ein wenig realer als nötig” und “Vorgang im Fortschritt” (NTZB Produktionen), “Toast Sensation” (zusammen mit Iuliana Stoianescu für eXplore Dance Festival). Er hat als Psychologe, als Sozialarbeiter, Webdesigner gearbeitet, er hat Filmregiekurse besucht, er war Segelflugzeugpilot in der Nationalmannschaft Rumäniens.

Eins - Eins

 

Mit und von: Florin Flueraş

Dauer: 20 Minuten


Ich versuche auf einer Bühne und gleichzeitig auf einem Fußballfeld zu funktionieren; beide aktivieren in der Fantasiewelt ziemlich klare und deutlich definierte Regeln und Wahrnehmungsweisen. Ich habe getestet, wie fein das Rutschen von dem einen zum anderen ist, wie man eine ganze Fantasiewelt des Fußballs aktivieren kann und welchen Sinn sie in einem performance-Zusammenhang haben kann. Ich habe nicht von Null angefagen, so wie auch der Zuschauer nicht von Null anfängt, ich denke, alle von uns haben eine ganze Fußballgeschichte, sei sie mit Abneigung oder mit Gleichgültigkeit verbunden.

Indem ich mit der eigenen Geschichte beginne, bin ich einem Personalisierungsvorgang gefolgt, ich habe mir dieses Spiel bis zur jetzigen Form näher gebracht und verinnerlicht. Am Anfang war eine Erfahrung, eine Struktur nötig, und nur danach habe ich nach dem Sinn gesucht. Irgendwie habe ich mich als Zuschauer des eigenen Spiels gefühlt. Ich würde froh sein, wenn das Material an sich stofflich und bedeutend wäre, dass man keine Übersetzung braucht, von dem, was man in einer Botschaft sieht. Dass das nur eine bestimmte Form der Emfindung aktiviert, die zum Verstehen der Dinge in der eigenen Sprache nötig ist.

 

25. mai 2007, Tanzquartier Wien, um 20.30h

Die Gedankenkarte


            Last concern about fitting into the world


Choreografie und Interpretation: Maria Baroncea

Texte: Cristina Comănac

Dauer: 20 Minuten

Produktion: NTZB

Mit der Unterstützung von: Pro-Helvetia

Von meinem Standpunkt aus ist „Die Gedankenkarte - Last concern about fitting into the world“ auch eine Übung in choreografischer Komposition. Für jede Aufführung erschaffe ich eine neue choreografische Sprache. Ein Tanz für die Gedanken. Wie wäre es, so zu denken, auf diese Art und Weise, so wie Sie es bald sehen werden?


Maria Baroncea

 

 

 

 

 

 

Maria Baroncea hat das Tanzgymnasium “Floria Capsali” und die Akademie für Theater- und Filmkunst Bukarest, Abteilung Choreografie, abgeschlossen. Sie hat Workshops, die von europäischen und amerikanischen Choreografen geleitet wurden, teilgenommen. Unter den Workshopleitern waren Milli Bitteli, Mark Tompkins, Nuno Rebelo, Ivan Wolfe, Laura Simi, Damiano Foa, Vera Mantero, Andrew Harwood. Sie war Stipendiatin des Internationalen Tanzfestivals Berlin Tanz im August und des Internationalen Tanzfestivals in Wien Impulstanz. 2005 nahm sie mit dem Werk „Die Gedankenkarte - Last concern about fitting into the world“ an der Balkan Dance Platform in Skopje Mazedonien teil. Sie hat als Interpretin mit Choreografen wie Frankfurter Kuche, Mihai Mihalcea, Manuel Pelmuş zusammengearbeitet.

 

25. Mai 2007, Tanzquartier Wien, um 20.30h

 

Die Nationaluniversität für Theaterkunst und Film “I.L. Caragiale” (NUTKF) ist eine der ältesten Hochschuleinrichtungen in Rumänien.

 

Die Abteilungen der Theaterfakultät an der Nationaluniversität für Theaterkunst und Film bereiten Schauspieler, Marionetten handhabende Schauspieler, Regisseure, Bühnenbildner, Choreografen, Theaterschauspieler, Manager und in der nahen Zukunft auch Ton- und Lichtfachleute, technische Regisseure und Veranstalter von Theaterproduktionen auf Grund von modernen Lehrpläne vor.

Freestyle

Die komplexe Ausbildung an einer Kunstfakultät ist schon lange kein leerer Begriff mehr. Die Horizonte öffnen sich, interferieren, sie werden durch Lektüre, Kultur, Erfahrungen, durch Bilder und Raumerfahrungen, Menschen, Geschichten, Farben, Laute, Gesten, Modelle bevölkert.

Die Schauspielstudenten verschiedener Jahrgänge der Nationaluniversität für Theaterkunst und Film “I.L.Caragiale” schaffen eine autonome Vorstellung, in der Tanz und nonverbaler Theaterdiskurs mit Hilfe einer anderen Kunst, anderer Techniken, einer anderen Art von Gemütsbewegung unterstützt werden. Musik und Bewegung, die Bewegungstypologie, das Gedächtnis der Geste, die Performance der Studenten werden dazu von einer Ästhetik begleitet, die von einem runden Bühnenbild, das auf Verhältnissen, Spannnungen und Dramatik begründet ist, argumentiert wird.

 

4.-6., 14.-16., 25.-26. Mai 2007, KärntnerStrasse, 16.00-22.00h, Karlsplatz & Prater, 12.00-20.00h

4.-5., 14.-16., Mai 2007, Museums Quartier, 16.00-18.00h

 

 

 

 

 


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